Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die hohe Letalität resultiert aus der oft späten Entdeckung: 40% aller Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs weisen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen auf. Fortschritte in der molekularen Analyse der Tumoren haben die Entwicklung sogenannter zielgerichteter Therapien ermöglicht, die sich gegen spezifische molekulare Eigenschaften der Krebszellen richten. Die Immuntherapie hat neben der Chemotherapie und der zielgerichteten Therapie einen Stellenwert als dritte wesentliche Säule der Systemtherapie gewonnen. Immun-Checkpoint-Inhibitoren enttarnen die Krebszellen und stimulieren damit die körpereigene Immunantwort gegen die enttarnten Zellen. Kombinierte Therapiekonzepte ermöglichen heute in der Präzisionsmedizin für jeden Patienten die Anwendung des wirksamsten Behandlungsschemas. Nicht alle Patienten sprechen auf zielgerichtete Therapien oder Immuntherapien an. Ein wichtiges Forschungsziel ist daher die Identifizierung von prädiktiven Markern, die ein klinisches Ansprechen oder ein womögliches Therapieversagen anzeigen, etwa durch den Nachweis von genetischem Tumormaterial bis hin zu einer biomarkergesteuerten Präzisionsmedizin.

Wissenschaftliche Koordinatoren des Krankheitsbereichs

PD Dr. Rajkumar Savai (UGMLC)
Prof. Dr. Michael Thomas (TLRC)

Administrative Koordinatorin des Krankheitsbereichs

Dr. Birgit Teucher (TLRC)

Beteiligte DZL-Standorte

Alle

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