Zum 8. DZL-Jahrestreffen am 7. und 8. Februar kamen rund 500 Wissenschaftler, Mediziner und Nachwuchsforscher aus fünf Standorten im Rosengarten in Mannheim zusammen. Damit stieg auch in diesem Jahr die Teilnehmerzahl weiter an. Besonderes Augenmerk lag auf den herausragenden Entwicklungen in der Nachwuchsförderung.

In seiner Eingangsrede begrüßte Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Werner Seeger gleich 20 neue Principal Investigators im DZL und hob außerdem die erfreuliche Entwicklung im Bereich der Nachwuchsförderung hervor. Die 2018 neu gegründete DZL Academy, die Studierenden, DoktorandInnen und frühen PostDocs verschiedene Möglichkeiten zur Karriereförderung bietet, konnte bereits 282 Fellows rekrutieren. Rund 100 von ihnen nahmen an der ersten DZL Academy Fellow Reception im Rahmen des Jahrestreffens teil und wählten je einen Vertreter pro Standort, der in das DZL Academy Board aufgenommen wurde.

DZL Academy Fellow Representatives web niedrig

DZL Fellow Represantatives (v. l. Carmela Morrone (DZL-Standort CPC-M) Magdalena Szczygiel (TLRC) Sebastian Marwitz (ARCN) Svenja Gaedcke (BREATH) Christina Malainou (UGMLC))

Im ersten Jahr ihres Bestehens konnten durch die DZL Academy bereits zahlreiche Workshops und Symposien sowie Reisestipendien angeboten werden.
 
Seeger lobte darüber hinaus die bemerkenswerten Erfolge im Ausbau des zentralen klinischen DZL Data Warehouse. Durch ein optimiertes Data Management und eine DZL-weite Harmonisierung der Daten, Datenprozeduren und Standard Operating Procedures (SOP), stehen nun rund 700.000 Proben von rund 32.000 Patienten zur Verfügung. Diese bislang einmalige deutschlandweite Verknüpfung von Lungenforschungsdaten ermöglicht Forschungen zu systembiologischen und –medizinischen Fragestellungen.
 
Auch im Bereich der Patienteninformation konnte man erneut auf ein erfolgreiches Jahr der Zusammenarbeit mit dem Partner Lungeninformationsdienst, der mit einem eigenen Stand auf dem Jahrestreffen vertreten war, zurückblicken. Ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Thema leistete das European Patient Ambassador Program (EPAP), ein Online-Lernprogramm in Kooperation mit der European Lung Foundation (ELF) für Patienten, Angehörige und Pflegende zur Erweiterung der Kompetenzen in der Informationsbeschaffung und dem Umgang mit Ärzten und Behörden. Mit dem Runden Tisch des DZL mit Vertretern von Patienteninteressen sowie dem Podium Lungenforschung für Patienten im Rahmen des DGP-Kongresses stehen im März 2019 gleich zwei wichtige Termine im Bereich Patienteninformation an.
 
Abschließend begrüßte Seeger die fünf angereisten Mitglieder des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats, die dem Direktorium während der Veranstaltung mit Ihrem Rat zur Weiterentwicklung des Zentrums zur Seite standen und gratulierte Vorstandsmitglied Prof. Dr. Tobias Welte zur Wahl zum neuen Präsidenten der European Respiratory Society (ERS).
 
Im Anschluss an die Eingangsrede folgte eine Übersicht zu den Highlights in den acht Krankheitsbereichen. Erstmals gab es in diesem Jahr für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit, ihre Forschungsarbeiten nicht nur in Form eines Posters zu präsentieren, sondern auch kurze Teaser-Vorträge zu halten und sich damit zur Posterpreiswahl zu stellen. Ein unabhängiges Gremium wählte dann die Gewinner, die ihre Arbeiten am zweiten Tag in einem etwas längeren Vortrag dem großen Auditorium präsentieren konnten.
 
Die mit 500 Euro dotierten Posterpreise gingen in diesem Jahr an:
 
Asthma und Allergien: Markus Weckmann (ARCN)
COPD: Dmytro Dvornikov (TLRC)
Cystische Fibrose: Joschka Hey (TLRC)
Pneumonie und akutes Lungenversagen: Christina Malainou (UGMLC)
Interstitielle Lungenerkrankung: Jannik Ruwisch (BREATH)
Pulmonale Hypertonie: Siladitta Biswas (UGMLC)
Lungenerkrankungen im Endstadium: Severine Somlo (CPC-M)
Lungenkrebs: Xiang Zheng (UGMLC)
Plattform Biobanking & Datenmanagement: Thomas Muley (TLRC)
Plattform Imaging: Willi Wagner (TLRC)
 
Posterpreisträger web niedrig
Posterpreisträger des 8. DZL-Jahrestreffens in Mannheim zusammen mit Werner Seeger
 
Den ergebnisreichen ersten Tag des Jahrestreffens ließen die Teilnehmer am Abend in lockerer Atmosphäre beim Dinner mit Musik ausklingen.
 
Am zweiten Tag hatten die Forscherinnen und Forscher die Möglichkeit, sich in Arbeitsgruppen über ihre Projekte in den jeweiligen Krankheitsbereichen auszutauschen.
 
Werner Seeger bekräftigte in seiner Abschlussrede, dass das DZL mit den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Überführung der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) in eine dauerhafte Finanzierung auf eine aussichtsreiche Zukunft blickt und entließ die Teilnehmer mit der Einladung auf ein Wiedersehen beim Jahrestreffen 2020 in Hamburg.

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